Mit dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges entstand die Idee, einen Verein zur Unterstützung und Förderung der zugewanderten Kinder zu gründen.
VEST ohne Grenzen e. V. setzt sich für Integration, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrations- oder Zuwanderungsgeschichte ein. Der Verein unterstützt junge Menschen ganz konkret dort, wo Hilfe benötigt wird – etwa bei Bildung und Sprachförderung, kultureller Teilhabe sowie bei Freizeit- und Gemeinschaftsangeboten. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Begegnungen zu schaffen und jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft echte Chancen auf Bildung, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung zu eröffnen.
Hier finden Sie unseren Flyer mit den wichtigsten Informationen dazu.
Auf unserer Facebook-Präsenz finden Sie nähere Informationen zu aktuellen Projekten.
1. Marls Beste: alljährliche Förderung des Preises „Vorbildlich gelungene Integration“ (2026 werden drei PreisträgerInnen geehrt).
2. Unterstützung der internationalen Klasse ASGSG
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von VEST ohne Grenzen e. V. ist die kontinuierliche Unterstützung der Internationalen Klasse am ASGSG. Dabei richtet sich die Hilfe ganz nach dem aktuellen Bedarf: Mal werden Bücher und Lernmaterialien finanziert, mal Angebote zum sozialen Lernen und zur Stärkung der Klassengemeinschaft ermöglicht. Ebenso wichtig sind gemeinsame Erlebnisse – etwa Ausflüge und Freizeitaktivitäten –, die Begegnung schaffen, das Miteinander fördern und den Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sich in ihrer neuen Umgebung willkommen und zugehörig zu fühlen.
3. „Sprachpaten – Deutsch verbindet“
Ältere Schülerinnen und Schüler oder Ehrenamtliche übernehmen für ein Schuljahr eine Patenschaft für ein zugewandertes Kind. Einmal pro Woche: Hausaufgaben, Lesen, Deutsch sprechen oder einfach gemeinsam etwas unternehmen. (aktuell Andrij B. - ein Junge aus der Ukraine)
Im kommenden Schuljahr soll daraus ein Projekt für 8-10 Kinder werden.
4. „Musik ohne Grenzen“
Ein gemeinsames Musikprojekt für Kinder UND Erwachsene unterschiedlicher Herkunft: Singen, Percussion, Bewegung und vielleicht eigene Songs. Am Ende gibt es einen kleinen öffentlichen Auftritt.
5. „Mein erstes Jahr in Marl“
Ein kleines Willkommensprogramm für neu zugewanderte Kinder: Gemeinsam Eis essen, Kino, Bibliothek, Theater, Weihnachtsmarkt oder andere Orte in Marl kennenlernen.
Der Gedanke dahinter: Integration bedeutet nicht nur Deutsch lernen, sondern dazugehören.
6. „Grenzenlos lecker: 6 Zutaten - viele Kulturen“
Jugendliche unterschiedlicher Herkunft entwickeln gemeinsam ein internationales Kochbuch von Jugendlichen für Jugendliche. Sie bringen Lieblingsrezepte aus ihren Familien und Herkunftsländern ein, kochen gemeinsam und erzählen die Geschichten hinter den Gerichten. Dabei gilt: Jedes Rezept kommt mit maximal sechs Zutaten aus – so bleiben die Gerichte einfach, günstig und leicht nachzukochen. Das fertige Kochbuch, das dieses Jahr herauskommen soll, wird auf kreative Weise zeigen, wie Vielfalt verbindet und Integration schmecken kann.
7. „Schulstart-Chancen“
Unbürokratische individuelle Unterstützung einzelner Kinder über Schulen oder Schulsozialarbeit: Taschenrechner, Sportbekleidung, Bücher, Arbeitshefte, Instrumentenzubehör oder Kosten für Klassenfahrten und Ausflüge.
Nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern dort, wo ein Kind sonst nicht teilnehmen könnte.
8. „Karneval für alle“
Wir ermöglichen zugewanderten Kindern und Jugendlichen die kostenfreie Teilnahme am Marler Kinderkarneval. Damit möchten wir ihnen ein unbeschwertes Gemeinschaftserlebnis ermöglichen, Begegnungen mit anderen Kindern fördern, deutschs Bracuhtum näher bringen und gesellschaftliche Teilhabe ganz praktisch erlebbar machen. Gemeinsam feiern, lachen und Spaß haben – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.
9. „KinoGlück“ wird weiterentwickelt - auch in Zusammenarbeit mit den Lesepaten (Projekt der Diekonie)
Mit unserer Aktion „Kinoglück“ möchten wir Kindern und Jugendlichen kleine Auszeiten vom Alltag und schöne gemeinsame Erlebnisse ermöglichen. In Kooperation mit den Lesepatinnen und Lesepaten – einem Projekt der Diakonie – laden wir regelmäßig Kinder zu einem gemeinsamen Kinobesuch ein.
Dabei geht es um mehr als einen Film auf der großen Leinwand: „Kinoglück“ steht für Gemeinschaft, Begegnung und kulturelle Teilhabe – und manchmal einfach für einen richtig schönen Nachmittag mit Popcorn, Lachen und leuchtenden Kinderaugen.
10. „Ein Kind – ein Talent“
Die Idee finden wir besonders schön: Nicht nur Defizite fördern, sondern Talente und Chancen ermöglichen.
Ein Kind möchte Fußball spielen, tanzen, ein Instrument lernen oder malen, aber die Familie kann Beitrag oder Ausstattung nicht bezahlen. Vest ohne Grenzen übernimmt beispielsweise für ein Jahr die Kosten.
Aktuell fördern wir in diesem Segment Kinder aus Kamerun (Kinderchor) und aus der Ukraine (Turniertanzen).
11. Vielfalt live!
Mit einer kulturellen Veranstaltung mit einem Künstler oder einer Künstlerin mit Zuwanderungsgeschichte möchten wir Begegnung einmal anders ermöglichen: unterhaltsam, niedrigschwellig und mitten im gesellschaftlichen Leben. Denkbar ist beispielsweise ein Comedy-Abend nach dem Vorbild unserer Veranstaltung mit Liza Kos, bei dem persönliche Erfahrungen mit Migration, kulturellen Unterschieden und dem Leben zwischen verschiedenen Welten humorvoll aufgegriffen werden. So schafft Kultur einen Raum für Begegnung, gegenseitiges Verständnis und gemeinsames Lachen – über kulturelle Grenzen hinweg.
Unser Konzept für 2026/27 hat also vier klare Säulen:
LERNEN: Willkommensklasse + Sprach-/Hausaufgabenpaten
TALENTE: „Ein Kind – ein Talent“
BEGEGNUNG: KinoGlück + ein Ferien-/Ausflugsprojekt
KULTUR: ein größeres „Musik ohne Grenzen“-Projekt und Comedy
Damit hat Vest ohne Grenzen ein sehr schlüssiges Profil: Wir helfen zugewanderten Kindern nicht nur beim Ankommen – wir helfen ihnen, mitzumachen.